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Good – die Welt wird besser

Früher war es in der Regel schlechter als heute

Die Welt ist voller schlechter Nachrichten – Krieg, Flucht, Unfälle, Wirtschaftskrisen. Doch die meisten Themen entwickeln sich in eine positive Richtung – unbemerkt, weil meistens langsam und schleichend. Dabei sind diese Entwicklung es wert, darüber zu berichten.

Auf der anderen Seite gibt es zwar viele deutliche Verbesserungen – aber ist der Zustand schon „gut“ ? Das heutzutage viel mehr Kinder in den ersten fünf Jahren ihres Lebens überleben, ist eine beachtliche Entwicklung. Und dennoch ginge es in manchen Teilen der Welt sicher noch besser – nur um mal ein Beispiel herauszugreifen.

Die Kindersterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren sinkt kontinuierlich ab – eine gute Nachricht.

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Kognitive Verzerrungen trüben den Eindruck

Warum haben wir also den Eindruck, dass die Welt immer schlechter wird? Ein Grund ist unsere kognitive Verzerrung der Realität. Es handelt sich sozusagen um eine optische Täuschung. Diese optische Täuschung nennt sich „Verfügbarkeitsfehler“. Weil etwas in den Medien sehr präsent dargestellt wird, wirkt es auf uns omnipräsent und größer als das tatsächlich statistische Vorkommen dieses Themas in der Wirklichkeit ist.

Verbesserungen in den Lebensumständen treten in der Regel nur langsam und daher „unbemerkt“ auf. Trotzdem sind es Verbesserungen. Ein Beispiel für langsame Verbesserung ist der Zins. Wird eine Summe mit jährlich 1% verzinst (das erscheint nicht viel), hat sich diese Summe nach ca. 70 Jahren verdoppelt. Bei 2% sind es nur noch 35 Jahre usw. Diese stetigen Verbesserungen werden in den Medien jedoch nur selten kontinuierlich berichtet. Und daher ist es für uns Menschen de facto nicht existent. Das ist eine weitere Verzerrung, die man „What you see is all there is“ nennt. Nur, was man selbst sieht, ist auch vorhanden. Stetige Verbesserungen sieht man nicht, sind also ergo nicht vorhanden.

Eigenes Handeln fördern

Die Kategorie „Good“ soll den Blick für die Verbesserungen und guten Entwicklungen schärfen. Sie möchte auch Anregungen für eigenes Handeln geben an Stellen, die wir selbst aktiv beeinflussen können.

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