Strandkrabbe

Gemeine Strandkrabbe im Watt
Die gemeine Strandkrabbe stammt ursprünglich aus atlantischen Gefilden, ist nun jedoch ein häufiger Bewohner der Nordsee.

Die gemeine Strandkrabbe ist wohl die verbreiteste Krabbenart im Wattenmeer und ist ein echter Allesfresser. Der Panzer macht bis zu 40% des Gesamtgewichts der Krabbe aus. Die Scheren am Kopfende der Krabbe dienen sowohl als Hilfsmittel für den Beutefang, z.B. um Muscheln zu knacken als auch als Verteidigung gegen die zahlreichen Freßfeinde der Strandkrabbe, wie z.B. Seevögeln. Strandkrabben sind in der Lage, bei Gefahr Extremitäten abzuwerfen (z.B. gepackte Zangen). Diese wachsen dann später wieder nach. Im Sozialverhalten sind diese Bewohner des Wattenmeeres überwiegend aggressiv. Treffen zwei Tiere aufeinander, kommt es nicht selten zu Kämpfen bis hin zu Kannibalismus.

Strandkrabbe im Priel
Strandkrabbe im Wasser eines Priels bei Ebbe. Priele bieten einen guten Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen im Watt

Pectinaria (Köcherwurm)

Diesen komischen Gesellen habe ich am Strand von Sankt Peter-Ording gefunden. Die „normalen“ Strandführer-Bücher haben darüber leider keine Auskunft gegeben. So habe ich einfach mal beim Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg angefragt. Die haben mir den entscheidenden Tipp gegeben. An der deutschen Nordsee kommen drei Unterarten des Köcherwurms vor: Pectinaria koreni mit einer leicht gebogenen Röhre aus feinem Sand, P. auricoma mit einer stark gebogenen Röhre (hier auf dem Foto wohl daher eher nicht zu sehen) sowie P. belgica mit einer geraden Röhre. Der Köcherwurm wird ca. zwei bis drei Zentimeter lang und ist relativ dick.

Pectinaria Köcherwurm im Watt
Pectinaria Köcherwurm. Es gibt an den norddeutschen Küsten drei Arten: Pectinaria koreni (Röhre leicht gebogen), P. auricoma (Röhre deutlich gebogen) und P. belgica (gerade Röhre). Dieser Köcherwurm ist nicht ganz so häufig im Watt zu finden.

Das gewöhnliche Petermännchen

Gewöhnliches Petermännchen
Das gewöhnliche Petermännchen kommt auch in der Nordsee vor.

Das gewöhnliche Petermännchen (Trachinus draco) ist ein am Boden lebender Fisch, welcher sich gerne im Sand eingräbt. Sein Lebensraum umfasst auch die Nordsee. Der Fisch wird zwischen 20 und 30 cm lang und ist bekannt wegen seiner giftigen Stacheln an der ersten kleineren Rückenflosse sowie den Kiemendeckeln. Das Petermännchen hat an den Flanken eine blaue Zeichnung und einen unterständigen Kiefer, d.h. der Unterkiefer ist länger als der Oberkiefer.

In der Sommerzeit zieht es das Petermännchen bis in Wassertiefen von 5 bis 15 Metern. Dort gräbt es sich gerne im Sand ein, um auf Beute zu lauern. Für Badegäste besteht in der Regel keine Gefahr. Das Gift des Petermännchens ist zwar sehr schmerzhaft und unangenehm, in der Regel jedoch nicht tödlich.