Wie ist eine Mindmap aufgebaut?

Eine Mindmap wird sinnvollerweise im Querformat aufgeschrieben. In die Mitte des Blattes schreibt man das Thema in einem kurzen Schlagwort oder einem kurzen Satz. Von dieser Wolke in der Mitte wird dann von innen nach außen alles aufgeschrieben, gemalt und verbunden, was einem zu diesem Thema einfällt.

Mindmap mit XMind
Der typische Aufbau einer Mindmap: Das Thema steht in der Mitte und von dort aus gehen die einzelnen Gedanken als Verbindungen ab.

Welche Regeln gibt es für Mindmaps?

Eine Mindmap erfordert ein paar einfache Regeln, damit sie ihre volle Effektivität entfalten kann. Dazu gehören z.B.:

  1. Papier im Querformat nutzen: Dadurch wird der Raum auf dem Papier optimal genutzt und die Mindmap spiegelt ein Stück weit das räumliche Denken wider. Das kommt der Funktionsweise unseres Gehirns sehr entgegen.
  2. Von innen in die Ecken ziehend schreiben: Beginnen Sie die Mindmap mit den wichtigsten Oberthemen und schreiben Sie diese von innen nach außen. Bewährt hat sich dabei für mich, auf dem Strich, den man nach außen zieht, das jeweilige Thema zu schreiben (z.B. in Großbuchstaben) und dann die Mindmap in einzelnen Verästelungen für das Thema weiterzuführen.
  3. Schlagworte statt Sätze verwenden: Mindmaps entfalten ihre Stärke, weil sie sehr schnell geführt werden können. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei, in Schlagworten zu arbeiten und nicht ganze Sätze zu formulieren. Durch die Schreibweise von Mindmaps reicht ein Schlagwort auch aus. Das Gehirn assoziiert später die vollen Gedanken dazu ganz automatisch. Das sollte man zumindest immer nach Möglichkeit versuchen – mir selbst gelingt das auch nicht immer.
  4. Bildsprache verwenden (z.B. eine Glühlampe malen, um Ideen zu notieren): Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte – auch und gerade bei Mindmaps ist das nur allzu wahr. Wer etwas geübt mit dem Zeichnen kleiner Icons ist, kann seine Mindmaps mit einfachen Mitteln sehr gut aufwerten. Durch Bildsprache werden Mindmaps noch aussagekräftiger und das aufgeschriebene kann besser erinnert werden. Zudem hilft es, die Mindmaps übersichtlich zu gestalten. Auch hier wieder: Das Gehirn kommt mit visuellen Darstellungen weit besser zurecht als mit Text alleine.
  5. Es werden Farben verwendet, um unterschiedliche Themenwelten, Prioritäten etc. zu trennen: Neben der Bildsprache sind auch Farben äußerst hilfreich, Mindmaps übersichtlich zu gestalten und Themenblöcke zu visualisieren. So könnte man z.B. Ziele in blau darstellen, kritische Pfade in rot und Lösungsansätze in grün schreiben. Wichtig dabei: Wenn die Verwendung unterschiedlicher Farben bei der Aufzeichnung der Mindmap (z.B. in Gesprächen) eher ausbremst, sollten Sie im ersten Schritt nur eine Farbe verwenden.

Welche Anwendungsmöglichkeiten bieten Mindmaps?

Die Anwendungsgebiete von Mindmaps sind so vielfältig wie es unterschiedliche Aufgaben gibt. Sehr gut Anwendung findet die Mindmaps beispielsweise beim Projektmanagement, in der Vorbereitung von Präsentationen, bei der Planung größerer Vorhaben (z.B. Autokauf, Reiseplanung) oder auch bei der Dokumentation zu einem bestimmten Thema. Ich selbst nutze Mindmaps für nahezu alle Bereiche, in denen ich etwas aufschreibe.