Buchtipp: Scott Kelby – Digitale Fotografie, das große Buch

Bücher über (digitale) Fotografie gibt es viele. Ich habe jedoch selten ein so kurzweiliges und vor allem hilfreiches Fotobuch gelesen, in dem Tipps & Tricks aus allen Bereichen der Fotografie so anschaulich und einprägsam erklärt werden. Das Geheimnis von Scott Kelby ist dabei so simpel wie einleuchtend: Er erklärt die Themen so, als wäre er mit einem auf Fototour. Bei der Frage nach Belichtungszeiten und Blenden finden sich daher auch keine Abhandlungen über Schärfebereiche, sondern vielmehr konkrete Handlungsanweisungen im Stile von „Wenn Du dieses Motiv gut aufnehmen willst, stelle die Blende auf 5,6 und wähle die Belichtungszeit 1/60 sek.“ Einfacher geht es nicht und es ist ein Kinderspiel, in den realen Fotosituationen diese Tipps zu rekapitulieren und anzuwenden. So macht Fotografieren und Lernen Spaß.

scottkelby-digitalefotografieDas Buch ist in zwei Bände unterteilt. Teil 1 gliedert sich in die Themen Schärfe von Fotos, Blumen fotografieren, Hochzeiten fotografieren wie ein Profi, Landschaftsfotografie, Sportfotos, Menschen, Problemvermeidungen (z.B. Batterielebensdauer bei kaltem Wetter, Backups etc.), Vorteile der digitalen Welt, Urlaubs- und Stadtfotografie, Drucken von Fotos und last but not least: Tipps für das Bild der Bilder. In diesem Kapitel stellt Scott Kelby Fotos aus seinem Portfolio vor und erklärt, wie diese zustande gekommen sind. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die technischen Daten wie Blende und Belichtungszeit, sondern er geht auch auf die Umstände ein (früh aufstehen etc.). Mit dieser Rezeptur und ein wenig Übung können ganz tolle eigene Fotos entstehen.

Der zweite Band im Buch behandelt die Themen Blitzen und Studiaufbau, wobei die Tipps auch hier sehr konkret und hilfreich sind. Bei der Vorstellung von benötigtem Material gibt es immer drei Alternativen: eine günstige, für den kleinen Geldbeutel, eine mittlere und eine teure Empfehlung. Somit ist für jeden immer etwas Verwertbares dabei. Weitere Themen sind Porträtaufnahmen, Landschaftsfotografie, das Thema Hochzeiten wird noch einmal aufgegriffen, Reisefotos und Makrofaufnahmen sowie generelle Tipps für bessere Fotos. In diesem Kapitel werden Themen wie Dateiformate (JPG oder RAW), Nutzung von Histogrammen etc. behandelt. Last but not least wieder die Tipps für das Bild der Bilder wie schon in Band 1.

Wer Scott Kelby kennt, der wird wissen, wie außerordentlich hilfreich die Tipps alle sind. Natürlich kommt auch der für Scott typische Humor nicht zu kurz, so dass sich das Buch sehr gut lesen lässt. Insgesamt ist das Buch eine gelungene Zusammenfassung vieler typischer Fotografiesituationen und die Hilfestellungen haben immer einen sehr guten Praxisbezug. So kann man mit einem bestimmten Vorhaben im Kopf mit drei bis vier Tipps, die man sich gut merken kann, auf Fotosession gehen.

Fotobuch zur Taufe

Ein Fotobuch zur Taufe ist aus meiner Sicht eine interessante Alternative zu den üblichen Taufgeschenken. Wer auf eine Taufe eingeladen ist, fragt sich oft, was man den Taufeltern bzw. dem Taufkind schenken kann. Wenn man dann bei Google nach Taufgeschenken schaut, findet man viele Ideen, davon etliche Klassiker wie z.B. eine Taufbibel. Probiert es hier mal aus:

Googlesuche „geschenke zur taufe“

Eine etwas unkonventionelle Idee ist in meinen Augen ein individuelles Fotobuch zur Taufe. Das bietet sich insbesondere für nahestehende Verwandte an, die auch schon Fotos vom Kind und den Eltern haben. Wer dann die Taufe fotografiert, hat hinterher genug Material zusammen, um ein Fotobuch für die Eltern und das Taufkind anzufertigen. Ein Fotobuch zur Taufe wird sicherlich auch noch Jahre später angeschaut und verschwindet nicht einfach in einer Kiste wie möglicherweise andere Geschenke – man denke da z.B. an eine Schnullerkette oder ein Kuscheltier.

Anbieter von Fotobüchern gibt es viele. Aus meiner Sicht sollte man  zu einem Produkt auf Fotopapier greifen, da hier aus meiner Erfahrung die Brillianz der Bilder besonders gut herauskommt und auch das Papier in der Haptik einen sehr wertigen Eindruck macht. Bevor es nun an das Gestalten des Fotobuchs geht, müssen natürlich erst einmal die Fotos gemacht werden. Da gibt es ein paar Punkte zu beachten, damit die Fotosession gut verläuft.

Den Rahmen der Fotosession für die Taufe kennen

Bevor es losgeht mit dem Fotografieren bei der Taufe sollte man natürlich vorher abstimmen, ob fotografieren (insbesondere während der Taufzeremonie) überhaupt erwünscht ist. So hat die z.B. die württembergische Landesynode entschieden, dass während der Taufzeremonie selbst nicht fotografiert werden darf, um die „besinnliche und feierliche Atmosphäre“ nicht zu stören.

Auf jeden Fall sollte man auf das Blitzen in der Kirche verzichten. Also empfiehlt sich schon einmal ein lichtstarkes Objektiv für die Taufe. Je lichtstärker die Technik ist, desto weniger Bildrauschen entsteht (niedrigerer ISO-Wert notwendig). Das tut dem Fotobuch zur Taufe sicherlich hinterher auch ganz gut.

Motivliste Taufe: Welche Motive dürfen auf keinen Fall fehlen?

Taufen sind – wie Hochzeiten – für Fotografen (insbesondere für freiwillige aus dem Freundeskreis) ein Minenfeld. Wenn die Fotos der Taufe nichts geworden sind, ist die Unzufriedenheit bei den Taufeltern groß. Immerhin lässt sich die Taufe nicht einfach so mal wiederholen. Daher hier eine kleine Liste mit den Motiven, die aus meiner Sicht auf jeden Fall nicht fehlen dürfen.

  1. Täufling & Eltern in der Kirche
  2. Pastor bei der Predigt
  3. Pastor bei der eigentlichen Taufe
  4. Paten, ggf. mit Täufling
  5. Taufkerze im Detail
  6. Natürlich die eigene Taufzeremonie
  7. Taufschmuck und andere Details der Kirche (z.B. das Taufbecken, der Altarschmuck etc.)
  8. Familienfotos vor der Kirche
  9. In manchen Kirchen gibt es auch einen Taufbaum o.ä. wo ein Foto des Täuflings aufgeklebt wird. Dies sollte natürlich auch nicht fehlen.

Geotagging am Mac mit HoudahGPS

HoudahGPS

Vor einiger Zeit habe ich mich mit einem (recht umständlichen) Workflow für das Geotagging am Mac mit Garmin Edge Geräten beschäftigt. Mit der Software HoudahGPS lässt sich der von mir beschriebene und recht umständliche Geotagging Workflow drastisch vereinfachen. Das Programm ist ein Frontend zur Software GPS Babel und konvertiert eine Vielzahl von spezifischen GPS-Formaten in GPX, NMEA oder KML (Google Earth) in einer einfach zu bedienenden grafischen Oberfläche.

HoudahGPS direkt mit Garmin Edge verbinden

Das Programm HoudahGPS spricht direkt mit dem Garmin Edge 305 über USB und speichert die für GPS PhotoLinker GPX-Datei direkt auf die Festplatte. Einfacher geht’s nicht mehr:

  1. Foto-Session durchführen und dabei den Garmin mitlaufen lassen. Dabei auf Synchronität zwischen Satellitenzeit und Kamerazeit achten.
  2. Garmin an den Mac anschließen. HoudahGPS starten.
  3. Datei auslesen und als GPX speichern.
  4. Daten und Fotos in GPS PhotoLinker laden und synchronisieren.

Der ganze Kram mit dem Editieren der exportierten Garmin Trainingscenter Datei und das Konvertieren über gpsies.com entfällt somit. Eine echte Erleichterung! Das eigentliche Geotagging kann dann wiederum mit GPSPhotoLinker in der gewohnten Form vorgenommen werden.

Tutorial: Stürzende Linien mit Photoshop CS3 korrigieren

Wer in der Stadt unterwegs ist und hohe Gebäude fotografiert, hat meistens ein Problem mit dem Motiv: Stürzende Linien – das Motiv verjüngt sich wegen des niedrigen Aufnahmestandpunkts nach oben hin sehr stark und wirkt verzerrt. Die eleganteste Methode, diesem Problem zu begegnen, ist sicherlich die Verwendung eines Shift-Objektivs. Diese sind jedoch sehr teuer und daher eher den Profis vorbehalten oder aber – ganz pragmatisch – für den eigenen Kameratypen gibt es so etwas überhaupt nicht zu kaufen… Also muss man zu anderen Hilfsmitteln greifen und da ist Photoshop CS3 genau die richtige Wahl.

Tutorial: Stürzende Linien mit Photoshop CS3 korrigieren weiterlesen

Unterwasseraufnahmen auf Lanzarote

Fischschwarm auf Lanzarote Playa Flamingo

Ich habe beim Schnorcheln einige Unterwasseraufnahmen auf Lanzarote gemacht. Der Playa Flamingo auf Lanzarote ist ein wunderbares Schnorchelrevier und lädt dazu ein. Die Vielfalt unter Wasser ist beeindruckend. Mit der Pentax Optio WP konnten dann auch einige schöne Momente festgehalten werden. Bitte fragt mich nicht, welche Tiere das genau sind. 🙂

Unterwasseraufnahmen müssen geübt werden

Die ersten Aufnahmen waren wenig gelungen. Das lag nicht zuletzt daran, dass ich mich erst mit den optischen Verhältnissen unter der Wasseroberfläche vertraut machen musste (Lichtbrechung).  So kann man zwar auf ein Motiv halten, allerdings waren die Motive dann etwas aus dem Sucher gelaufen, weil die Brechung eine optische Täuschung hervorgerufen hatte.

Der zweite nicht ganz einfache Aspekt für Anfänger ist, dass man die Kamera natürlich auch unter Wasser möglichst ruhig halten muss. Hier heißt es, die Wellenbewegungen und den fehlenden Stand ausgleichen.  Hat man sich daran aber erst einmal gewöhnt (und sich Flossen gekauft, die „beruhigen“ die eigenen Bewegungen), können schon mit einfachen Mitteln tolle Aufnahmen entstehen.

Unterwasseraufnahmen auf Lanzarote

Ich möchte euch ein paar meiner Unterwasseraufnahmen von Lanzarote nicht vorenthalten. Bei meinen (sehr ungeübten) Schnorchelgängen habe ich auch Kraken und andere Tiere gesehen, am meisten vertreten waren jedoch Fische in verschiedenen Arten. Da ich selbst kein Experte der Tierwelt von Lanzarote bin, muss ich mit Artenbenennungen leider passen.

Fischschwarm auf Lanzarote Playa Flamingo
Beim Schnorcheln konnte ich sehr viele Fischschwärme sehen.
Die flachen Strände von Playa Flamingo laden zum Schnorcheln ein.
Die flachen Strände von Playa Flamingo laden zum Schnorcheln ein. Hier wieder ein paar Fische. Die Unterwasseraufnahme entstand mit einer Pentax Optio WP.
Unterwasseraufnahmen auf Lanzarote - Fische beim Fressen
Beeindruckend ist es, den Fischen beim Fressen zuzusehen. Hier wird die Tentakel eines Kraken vertilgt.

Die Ausrüstung für Unterwasseraufnahmen

Die Pentax Optio WP, die ich seinerzeit dabei hatte, war bis fünf Meter wasserdicht – für 30 Minuten. Für meine Zwecke – Unterwasseraufnahmen beim Schnorcheln – reichte das. Die neueren Modelle sind alle etwas robuster und vertragen auch Tauchtiefen bis 10 Meter. Damit wird der Radius natürlich nochmals erweitert. Alternativ kann man seine normale Kompaktkamera oder DSLR natürlich auch in ein wasserdichtes Gehäuse oder eine wasserdichte Tasche verpacken.