Lightroom: Staub entfernen auf Fotos

Auch wenn Antistaub-Systeme bei Digitalkameras im Kommen sind: Nicht jede Kamera verfügt über einen solchen Mechanismus. Adobe Lightroom bietet hier eine komfortable Alternative. Dieses Tutorial habe ich mit Lightroom 2 erstellt, gilt aber weiterhin für die Versionen 3 und 4. An dieser Stelle hat sich also nichts verändert.

Staubflecken auf dem Digitalfoto, bedingt durch einen verunreinigten Sensor
Staubflecken auf dem Digitalfoto, bedingt durch einen verunreinigten Sensor

Diese Staubflecken lassen sich mit der „Bereichsreparatur“ bei Adobe Lightroom ganz einfach und bequem entfernen:

  1. Mit „D“ in den Entwicklungsmodus für das Bild wechseln.
  2. Dann die Bereichsreparatur auswählen:
Bereichsreparaturwerkzeug in Lightroom 2
Bereichsreparaturwerkzeug in Lightroom 2

Mit diesem Tool lassen sich die Flecken ganz einfach „wegstempeln“, wie man das schon aus Adobe Photoshop kennt. Dabei greift Lightroom auf Bildinformationen der Nachbarregionen zurück, um den Fleck zu reparieren. Soweit so gut. Nun ist es ja häufig so, dass man mehrere Fotos mit dem verschmutzten Sensor fotografiert hat und nun immer wieder jedes Bild einzeln bearbeiten müsste – was doch ziemlich mühsam ist. Zum Glück hat Adobe Lightroom eine sehr praktische Funktion:

Im Gridview („G“) lassen sich Einstellungen eines bearbeiteten Fotos kopieren und anschließend auf weitere Fotos einsetzen / übertragen. Dazu wählt man das bearbeitete Fotos mit der Bereichsreparatur aus und wählt dann „Einstellungen kopieren“:

Einstellungen in Lightroom 2 kopieren
Einstellungen in Lightroom 2 kopieren

Es öffnet sich ein Dialogfeld, in dem man die unterschiedlichen Einstellungen auswählen kann, die kopiert werden sollen:

Auswahl der Einstellungen, die kopiert werden sollen
Auswahl der Einstellungen, die kopiert werden sollen

Wähle die „Bereichsreparatur“ aus und klicke anschließend auf „Kopieren“. Nun kannst Du die anderen „defekten“ Fotos mit den Staubflecken auswählen und die Einstellungen einsetzen. Die Staubflecken, die ja bei jedem Bild an der gleichen Stelle sitzen, werden entfernt.

Vergesse hinterher jedoch nicht, den Sensor Deiner Kamera mit geeigneten Mitteln zu reinigen. Das erspart Dir  selbst diese einfache Arbeit in Lightroom beim nächsten Mal.

Herbstfotos

Nach einem Wochenende mit der Kamera und dem Makroobjektiv in der Hand, sind wieder einige interessante Fotos aus der Natur entstanden. Es ist schon faszinierend, wie viele unterschiedliche und kräftige Farben im Herbst zu sehen sind. Allerdings habe ich keine Ahnung, was das für komische blaue Früchte sind, die mir da vor die Linse gekommen sind…

Eichenblätter im Herbst
Eichenblätter im Herbst
Das sieht giftig aus
Das sieht giftig aus
Ahornblatt
Ahornblatt
Rotes Herbstlaub
Rotes Herbstlaub
Beeren
Beeren
Herbstblätter
Herbstblätter
Pilze
Pilze
Kaugummiartige Beeren
Kaugummiartige Beeren
Fliegenpilz
Fliegenpilz
Fliegenpilz
Fliegenpilz

Stromversorgung und Akkus für Digitalkameras

Ein wichtiges Thema auf Fototouren ist die Energieversorgung der Ausrüstung. Da meine Kamera (Pentax K100) mit normalen Akkus betrieben werden kann, möchte ich meine Erfahrungen zu diesem Thema einmal aufschreiben.

Neben der reinen Laufzeit während des Betriebs der Kamera (mit und ohne Blitzlicht), finde ich folgende Eigenschaften bei der Bewertung von Akkus besonders wichtig:
•    Laufzeit während des Betriebs der Kamera
•    Ladungserhaltung von Ersatzakkus, die aufgeladen sind, aber derzeit nicht betrieben werden
•    Ladungserhaltung bei Kälte

Laufzeit von Akkus während des Betriebs

Die Laufzeit von Akkus hängt von vielen Faktoren ab, u.a. davon, wie häufig man den Blitz zuschaltet. Ich persönlich fotografiere nur dann mit Blitz, wenn es gar nicht anders geht. Ein guter Indikator ist hier die Ampere-Zahl. Je höher diese ist, desto stärker ist der Akku. Moderne Akkus haben eine Stärke von 2.000 bis 2.800 mA. Meine persönlichen Erfahrungen sind in dieser Hinsicht mit Varta Akkus die besten.

Ladungserhaltung bei Ersatz-Akkus

Ein wichtiges Kaufkriterium ist für mich auch die Ladungserhaltung bei derzeit nicht genutzten Akkus. Akkus haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, bei Nichtgebrauch nach und nach ihre Energie zu verlieren. Wechselt man den während einer Fotosession die Batterien aus, habe ich auch schon böse Überraschungen erlebt: Die „frischen“ Akkus lassen nach wenigen Aufnahme nach und die Session war damit zwangsbeendet. Dies hatten die damals auch von mir genutzten Varta Akkus nicht anders gemacht.
Zum Glück bin ich dann auf die damals neuen Eneloop Akkus von Sanyo gestoßen. Diese Akkus waren die ersten, die ihre Ladung während der Lagerung nicht nach und nach abbauten und somit jederzeit einsatzbereit sind – auch wenn man die Akkus schon Wochen unbenutzt im Gepäck hat.

Die Speicherkapazität liegt bei den Eneloops bei 2.000 mA, ist somit nominell etwas geringer als bei herkömmlichen Akkus. Dies fällt im praktischen Betrieb jedoch überhaupt nicht auf. Die Eneloop Akkus halten genauso lange im Einsatz wie die herkömmlichen, ja sogar besser, wenn man bedenkt, dass man die nominell höhere Leistung der Standard-Akkus durch den Lagerungsverlust eh nicht abrufen kann.

Ladungserhaltung bei Kälte

Die Ladungserhaltung bei Akkus ist insbesondere im Winter bei niedrigen Temperaturen ein Problem. Hier sind aus meiner Erfahrung alle Akkus gleich und es hilft letztlich nur warmes Einpacken und am Körper tragen. Letzteres empfiehlt sich sowieso, da die Akkus dann schneller zur Hand sind und einem nicht noch wichtige Motive entgehen.

Kaufempfehlung: Eneloop Akkus

Auf Basis meiner Erfahrungen kann ich die Eneloop Akkus jedem wärmstens empfehlen. Sie sind sehr zuverlässig und sind auch nach längerer Ladung jederzeit einsatzbereit.

eneloop
Eneloop Akkus

Sanyo eneloop Batterien AA Mignon

Makroaufnahmen mit Sigma 50mm F2,8 Makro

Momentan ist im Garten mehr Flugverkehr als am Flughafen Frankfurt. Zahlreiche Insekten, darunter auch Bienen und Schmetterlinge landen auf dem Lavendel oder dem Flieder. Zwei Aufnahmen der letzten Tage habe ich hier hochgeladen. Die Fotos habe ich Freihand aufgenommen, dennoch bin ich von der Abbildungsleistung des Sigma-Objektivs begeistert. Das Teil hat das Zeug, zu meinem neuen Lieblingsobjektiv zu werden.

Makroaufnahme Biene

Makroaufnahme Schmetterling

Fotobackups mit Lightroom & Chronosync

Neulich schrieb Martin Gommel in seinem Blog einen Artikel über Datensicherung von Fotos. Die Beteiligung anhand der Kommentare war sehr rege und auch ich schilderte kurz mein Vorgehen. Nun trat letzte Woche doch tatsächlich der unwahrscheinliche Fall eines Festplattenfehlers auf der Hauptplatte auf. Die LaCie Mobile Disk, auf der ich meine Fotos zur Bearbeitung und Archivierung ablege, wurde wohl etwas zu früh aus meinem MacBook gezogen (noch bevor die Platte ordnungsgemäß abgemeldet war) und dies führte zu einem ordentlich schwerwiegenden Fehler im Dateisystem.

Die Platte konnte auch von keinem Programm mehr repariert werden. Nach dem ersten Schockmoment wurde ich dann doch ruhiger – Dank meines regelmäßigen Backups waren keine Daten unwiederbringlich verloren. Was übrigens ebenfalls erstaunlich war: Die Daten konnten noch von der Platte kopiert werden (auch fehlerfrei), aber arbeiten war nicht mehr möglich. Also sicherte ich zum normalen Backup noch einmal die Daten von der defekten Platte und formatierte diese anschließend mit dem Festplattendienstprogramm neu.

Ich möchte an dieser Stelle einmal kurz den Weg aufzeigen, wie ich meine Daten sichere. Vielleicht dient es dem ein oder anderen als Anregung, damit eines Tages keine unangenehmen Überraschungen entstehen.

Sicherung des Lightroom Katalogs

Wenn man über Datensicherung nachdenkt, sollte man den Katalog definitiv mit einplanen. Nichts ist ärgerlicher (außer der Verlust der Originalfotos) als der Verlust aller Änderungen und Optimierungen an den Fotos bzw. der Verschlagwortung des Katalogs. Anders als die Fotos liegt der Lightroom Katalog auf meiner internen Festplatte. Dies bietet klare Geschwindigkeitsvorteile beim Arbeiten. Lightroom bietet von Haus aus eine gute Möglichkeit, den Katalog regelmäßig zu sichern. Dies geschieht über den Aufruf der Katalogeinstellungen im Lightroom Menü (bei Mac):

Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen
Lightroom Katalogeinstellungen aufrufen

Im aufgehenden Dialogfeld lässt sich wählen, in welchem Turnus man den Katalog sichern möchte: einmal pro Monat, einmal pro Woche, einmal pro Tag, bei jedem Start oder nur beim nächsten Start. Die persönliche Intervallänge (ich weigere mich, so etwas mit drei L zu schreiben) hängt sicherlich von der eigenen Nutzungsintensität ab. Ich habe mich für wöchentlich entschieden.

Lightroom Katalogeinstellungen
Lightroom Katalogeinstellungen

Somit wäre der Lightroom Katalog im Falle eines Datenverlustes gut gesichert. Es versteht sich natürlich von selbst, dass das Backup-Medium nicht das gleiche ist wie das Originallaufwerk…

Sicherung der Fotos

Die Fotos liegen bei mir – wie schon erwähnt – auf einer externen Festplatte. Mit Hilfe des Programms „ChronoSync“ habe ich einen täglichen Mechanismus zur Spiegelung eingestellt. Das Programm bietet neben der Spiegelung natürlich auch echte Backup-Funktionalitäten. Der Unterschied zwischen „Spiegelung“ und „Backup“ ist der, dass beim echten Backup auch Daten erhalten bleiben, die irgendwann einmal auf dem Originallaufwerk gelöscht werden. Die Spiegelung stellt immer nur den aktuellen Status des Originallaufwerks her. Letztlich ist es eine Frage der eigenen Organisation, wie man die Fotos sichern möchte, ob als Backup oder als Spiegelung.

ChronoSync ist über das Hauptfenster sehr einfach einzustellen. Man wählt zwei Laufwerke aus und teilt dem Programm mit, in welche Richtung die Kopie laufen soll. Des Weiteren wählt man aus, ob Spiegelung oder Backup (das lässt sich auch bootfähig gestalten – ist aber für Fotos wohl unerheblich Winking.

Chronosync
Chronosync

Im nächsten Schritt gilt es dann, die Zeitplanung einzustellen. Das geschieht über den Button „Zur Zeitplanung hinzufügen…“. Dann öffnet sich ein Kalenderfenster, in dem man alle Einstellungen treffen kann.

Chronosync Zeitplanung
Chronosync Zeitplanung

Anschließend nur noch speichern und von nun an wird die Spiegelung im gewünschten Intervall vorgenommen.

Last but not Least: DVD-Sicherung

Für das gute Gefühl sollte man dann noch regelmäßig die Fotos auf DVD brennen und wegschließen. Dann können auch Wohnungsbrände oder Murphys Law einem wenig anhaben. Ich habe nämlich beim Zurückkopieren des Backups nur gedacht: „Was ist eigentlich, wenn Dir genau jetzt auch das Backup-Volume ausfällt?“