Fototipps Jahrmarktsfotografie

Riesenrad auf dem Hamburger Dom
Riesenrad auf dem Hamburger Dom
Riesenrad auf dem Hamburger Dom bei Nacht.

Der Herbst ist Jahrmarktzeit und Jahrmärkte sind für mich wunderbare Fotolocations. Hier kann man Bewegung, Menschen und Begegnungen, Lichteffekte und Atmosphäre einfangen. In Oldenburg hat dieses Jahr wieder der Kramermarkt stattgefunden. Auch ich war zumindest einmal dort und habe meine Pentax K5 mitgenommen (als Familienvater darf man seine DSLR auch auf einen Jahrmarkt mitnehmen). Ein paar meiner Erfahrungen zur Fotografie auf Jahrmärkten möchte ich mit euch teilen.

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Fotoausrüstung: Was mitnehmen auf Städtetour?

Wenn ich eine Städtetour unternehme, ob in der eigenen Stadt oder auf Reisen, stellt sich mir regelmäßig die Frage, was ich an Fotoausrüstung mitnehmen soll. Ich habe schon beide Extreme mitgemacht: Vollbepackt mit Fotorucksack und allem, was man auch auf eine große Reise mitnehmen würde und auf der anderen Seite so leicht, dass ich am Ende sogar die Ersatzakkus vergessen weggelassen habe. Hier ist meine persönliche Checkliste, was man auf eine Städtetour dabei haben sollte – insbesondere dann, wenn man nicht nur fotografieren, sondern auch ein wenig bummeln möchte.

  • Ein Kamerabody
  • Ein Reisezoom-Objektiv wie z.B. das Sigma 18-200 mm. Das hat zwar keine so gute Abbildungsleistung wie andere, besser abgestimmte Objektive, aber dafür muss ich nicht ständig wechseln. Meine persönliche Erfahrung: Wenn ich erst wechseln muss, mache ich das Foto im Zweifel gar nicht.
  • Ersatz-Akkus – wichtig, wenn man nicht dann doch bei Aldi Schlange stehen möchte, um sich ein paar Batterien zu kaufen. Je nach Kameratyp passen die Standard AA-Batterien ja auch gar nicht.
  • Ersatz-Speicherkarten – diese könnte man natürlich im Zweifel auch nachkaufen. Aber was soll das? Zum einen habe ich genügend Karten, ich muss sie nur einpacken. Und zum anderen will ich mir die Stadt anschauen und nicht in Geschäften rumstehen.
  • Eine Reise-Stativ, z.B. das Joby Gorillapod. Das brauche ich nur manchmal, aber z.B. auf einem Trip in Hong Kong hätte es mir gute Dienste geleistet, als ich die beleuchtete Skyline aufnehmen wollte. Stattdessen stand es im Hotelzimmer. Da stand es gut…
  • Wer Stativ sagt, sollte auch Kugelkopf sagen. Ich nehme daher immer meinen Manfrotto Mini Kugelkopf mit.
  • Last but not least muss die Fotoausrüstung natürlich auch verpackt und rumgetragen werden. All die genannten Gegenstände passen gut in meinen Crumpler Pretty Boy XXXL 7500. Der sieht auch nicht so fototaschig aus und man schleppt sich nicht krumm.

Neue Flickr-Gruppe: Der deutsche Schilderwald

Wer mit offenen Augen durch die Gegend – insbesondere die deutsche – läuft, wird massenweise Schilder entdecken. Gebotsschilder, Verbotsschilder, manchmal Schilder auf denen etwas gestattet wird. Grund genug, einmal die häufigsten oder absurdesten Schilder zu zeigen. Ich habe dazu einmal die Gruppe “Der deutsche Schilderwald” auf flickr.com ins Leben gerufen. Ich freue mich über zahlreiche Fotos zu diesem Thema und über Feedback zu den einzelnen Fotos.

Hier geht es zur Flickr Gruppe

Fotobuch zur Taufe: Weitere Ideen für Inhalte

Ich hatte vor einiger Zeit einen Blogpost zum Thema “Fotobuch zur Taufe” geschrieben und nun möchte ich noch ein paar kleinere Anregungen geben, mit was man das Fotobuch noch weiter aufwerten kann.
Neben den Fotos von Täufling, Familie, Paten und Gästen etc. können auch noch weitere Informationen in ein Fotobuch zur Taufe “eingebaut” werden:

  • Taufspruch
  • Fürbitten für den Täufling, die Eltern und die Paten
  • Ein Scan von der Taufurkunde
  • Die gesungenen Lieder und das Ablaufprogramm des Taufgottesdienstes

Auf diese Weise wird die Erinnerung an die Taufe noch lebendiger. Ein so gestaltetes Fotobuch eignet sich auch übrigens sehr gut als Geschenk für die Taufpaten.

Reisedokumentation in einem Fotobuch

Wer eine Reise unternimmt wird in der Regel auch seine Fotoausrüstung mitnehmen und zahlreiche Fotos vom Urlaubsort machen. Was liegt dann näher als die Erinnerungen später einem Bildband zu archivieren. Ich selbst bin gerade dabei, von einer Hong Kong Reise eine solche Reisedokumentation anzulegen und habe mich gefragt, was man eigentlich alles beachten sollte, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Einige Vorbereitungen für die Dokumentation beginnen nämlich schon bei der Reise selbst, andere betreffen den Gestaltungsprozss des Fotobuchs.

Software von Cewe Fotobuch

Während der Reise hatte ich z.B. meinen Garmin Edge GPS Tracker dabei, um die Fotos geografisch zuordnen zu können. Dies ist später bei der Erstellung des Fotobuchs von Vorteil, weil man dann z.B. in Google Maps nachschauen kann, wo genau das Foto aufgenommen wurde. Für das Fotobuch kann man dann eine Hintergrundstory über den Platz, das Gebäude, den Ort recherchieren und als Text zu den Fotos mit hinzunehmen. Insbesondere bei Rundreisen oder in Großstädten hilft das ungemein. An anderen Tagen hatte ich beispielsweise den Tracker nicht dabei und schon wußte ich bei einem Foto nicht, welches Gebäude ich da fotografiert hatte.

Es empfiehlt sich außerdem, einige Dinge in der Fotoausrüstung immer dabei zu haben:

  • GPS-Tracker
  • Taschenstativ (z.B. das Gorilla Pod von Joby)
  • Kugelkopf für das Stativ, um die Ausrichtung unkompliziert vornehmen zu können
  • Polfilter

Welche Motive gehören in ein Reise Fotobuch?

In eine Reise Fotobuch gehören natürlich auch die richtigen Motive. Folgende Fotos sollten auf keinen Fall fehlen:

  • Landestypische Aufnahmen, z.B. Märkte, Basare oder Sehenswürdigkeiten
  • Bei der Aufnahme von Sehenswürdigkeiten solltet Ihr versuchen, eine Perspektive einzunehmen, die sonst so nicht üblich ist und von den Postkartenmotiven abweicht. So kann man sich z.B. auf eine Parkbank stellen, um eine leicht erhöhte Position einzunehmen.
  • Sehenswürdigkeiten, die man vor lauter Touristen nicht mehr sehen kann, sind natürlich nicht der Hit für das eigene Fotobuch, jedoch sollte man nicht ganz auf Menschen verzichten, da das Motiv sonst sehr schnell steril wirkt. Tipp: Entweder etwas früher aufstehen und den Platz besuchen oder erst später hingehen. So kann man dann auch statt der Touris Einheimische als Motiv erwischen.
  • Typische Details: Taxen, Schilder, Straßenschilder
  • Farbenfrohe Aufnahmen, um später ggf. Collagen bilden zu können.
  • Aufnahmen zu Sonnenaufgang oder -untergang haben deutlich mehr Stimmung als Fotos, die zur Mittagszeit aufgenommen wurden und harte Lichter und Schlagschatten beinhalten.
  • Typische Szenen in dem Land, das können z.B. Markt- und Verkaufsszenen sein. Frage aber vorher bei der Person nach, ob sie fotografiert werden möchte.
  • Wer partout nicht weiss, was die Sehenswürdigkeiten sind, kann natürlich auch einen Blick auf die dortigen Postkartenständer werfen und sich dort Anregungen holen. Mein Eindruck ist, dass der Anspruch an Postkarten oft gar nicht so hoch ist und daher die Chancen gut stehen, selbst bessere Fotos für das Fotobuch zu machen.

Garküche in Hong Kong Kowloon
Straßenszenen eignen sich hervorragend für ein Reise Fotobuch

Bilder in Lightroom importieren, verschlagworten und geotaggen

Die Bilder lassen sich einfach in Lightroom importieren, indem man den Kartenleser an den PC oder Mac anschließt, Lightroom startet und aus “Fotos vom Gerät importieren” aus dem Datei-Menü wählt. Der Dialog kann entsprechend eingestellt und die Schlagworte festgelegt werden. Ich treffe darüber hinaus die Einstellungen, dass alle RAW-Fotos in das DNG-Format von Adobe konvertiert werden.

Bevor ich nun die Fotos für das Fotobuch in Lightroom weiter bearbeite, wechsel ich zu GPSPhotoLinker, um den Fotos die Geokoordinaten mitzugeben. Wie das genau funktioniert, habe ich in diesem Artikel erläutert.

Die richtige Bildauswahl mit Lightroom für das Fotobuch

Nun  geht es zunächst um die richtige Bildauswahl für das Fotobuch. Die Kunst besteht darin, aus den hunderten von Aufnahmen die herauszufiltern, die man später für das Fotobuch verwenden möchte. Lightroom bietet hier tolle Auswahltools:

  • Zuerst browse ich durch alle Aufnahmen und entferne diejenigen, die ganz offensichtlich nichts geworden sind: Unscharfe Fotos, der falsche Bildausschnitt etc. – alles kommt wird in Lightroom als “Abgelehnt” markiert (Taste “X”).
  • Anschließend schaue ich mir die übrigen Fotos an – insbesondere ähnliche Motive. Diese vergleiche ich über die Vergleichen-Funktion. Wähle dazu die beiden betreffenden Fotos aus und drücke die Taste “C”. Nun lassen sich beide Fotos direkt in einer Ansicht miteinander vergleichen. Das bessere Bild bekommt dann eine Markierung, z.B. über Sterne oder die Taste “P” für “Markiert”

Fotos in Lightroom auswählen

Auf diese Weise lässt sich die Bilderflut schon dramatisch reduzieren und die Fotoauswahl für das Fotobuch auf ein gesundes Maß herunterbringen. Ich persönlich bin ein Freund von wenigen, großen Fotos auf den Seiten, daher gehe ich davon aus, dass ich pro Seite ca. 2 bis 4 Fotos max. benötige.

Idealerweise legt man die Fotos in eine eigene Kollektion, um den Überblick zu bewahren. Übrigens: Der Photoshop Guru Scott Kelby hat einen sehr guten Workflow für die Auswahl von Fotos in einem Reise Fotobuch.

Nachbearbeitung von Fotos

Für mich typische Nachbearbeitungsschritte von Fotos sind die folgenden:

  • Ausrichtung des Horizonts und Auswahl des Bildausschnitts
  • Entfernen von Staubflecken die auf dem Sensor der Kamera waren
  • Korrektur der Belichtung und der Kontraste von Fotos

Recherche von wissenswerten Informationen

Wenn ich anschließend mit den Fotos zufrieden bin, geht es für mich an die Recherche von wissenswerten Informationen zu den Plätzen und Motiven, die ich fotografiert habe. Am einfachsten ist es natürlich, etwas zur Entstehungsgeschichte der Fotos zu sagen. Andere Quellen können sein:

  • Wikipedia
  • Reiseführer
  • Spezielle Websites zum Thema, z.B. findet man sehr gute Informationen über Hochhäuser in der Welt auf skyscraperpage.com/
  • Offizielle Websites des Reiseortes
Fotobuch Doppelseite mit der Software von CEWE FOTOBUCH
Kleine Texte zur Entstehung von Fotos geben dem Fotobuch eine besondere Wertigkeit

Mir ist in diesem Zusammenhang immer wichtig, dass ich die Informationen nicht einfach nur kopiere, sondern mit meinen eigenen Worte beschreibe und meine eigenen Eindrücke mit in das Fotobuch einfließen lasse. Schließlich handelt es sich bei dem Bildband um ein individuelles Fotobuch und nicht um gekaufte “Dutzendware”.