Google startet Info-Website startmobile.de

Der Suchmaschinen-Riese Google startet mit der Website startmobile.de seine mobile Initiative. Ziel der Site ist die umfassende Information von Entscheidern bzgl. der mobilen Internetnutzung und der daraus resultierenden Maßnahmen für Website-Betreiber. Google will damit klar seine mobile Strategie vorantreiben und natürlich auch den mobilen Werbemarkt anheizen. Angesichts der stark steigenden Anzahl an Smartphone-Nutzern weltweit und auch in Deutschland ist dies auch nicht verwunderlich. Die Website bietet in verschiedenen Bereichen folgende Informationen:

  • Studien zur mobilen Nutzung allgemein
  • Ein Website-Check, mit der man seine Website auf mobile Tauglichkeit testen lassen kann (inkl. Verbesserungsempfehlungen)
  •  Agenturen, die einem bei der Umsetzung einer mobilen Website behilflich sein können.

Aus meiner Sicht ist das ein guter Einstieg in die mobile Welt für Unternehmen und Website-Betreiber. Auch eine Vielzahl anderer Studien geht mittlerweile vom Siegeszug des mobilen Internets aus. So bietet die Initiative D21 gemeinsam mit TNS Infratest eine Studie zur mobilen Internetnutzung 2012 in Deutschland.

Mein Blog hat übrigens 4 von 5 Fitnesspunkten bei der mobilen Anwendung. 🙂 Das neue WordPress Theme ist also schon ganz gut für die Zukunft gerüstet.

Crowd Sourcing mit Jovoto

Spätestens seit Clay Shirky Buch “Here Comes Everybody: How Change Happens when People Come Together” ist klar: Die Macht der Masse gepaart mit den modernen Kommunikationsmitteln entwickelt immer neue Formen der Zusammenarbeit. Um gute Ideen zu generieren, bedarf es nicht mehr zwingend einer klassischen Organisation wie eine Unternehmung, die auf Dauer angelegt ist. Wikipedia ist dabei wohl eines der ältesten und bekanntesten Beispiele, wie etablierte Lexikon-Verlage durch die Organisation der Vielen ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Eine relativ neue Form dieses sog. Crowd Sourcings ist die Mitarbeit an Produkten, Marketing-Kampagnen, Serviceleistungen und Verpackungen etablierter (Marken-)Unternehmen. Jovoto ist dafür ein gutes Beispiel und bietet Unternehmen wie z.B. Coca Cola, Starbucks, mobile.de etc. eine Plattform für Ideengenerierung durch Konsumenten.

Die Idee ist dabei denkbar einfach: Auf der einen Seite stellen Unternehmen eine Aufgabe auf die Plattform und dotieren diese mit einem Preisgeld. Dabei werden die unterschiedlichen Plätze sowie der Preis für den tatsächlichen Einsatz der Idee angegeben. Für die Kampagne von mobile.de zur Entwicklung einer HR-Strategie sieht das dann so aus:

Darüber hinaus wird ein detailliertes Briefing inkl. weiterführender Materialien (wie z.B. Grafikvorlagen, Informations-Links etc.) angezeigt. So können sich die interessierten Hobby-Kreativen ein Bild von der anliegenden Aufgabe machen. In einem weiteren Bereich des Projekts werden die bereits eingereichten Arbeiten in einer Galerie gezeigt. Wer möchte, kann sich so natürlich Anregungen holen.

Auf der anderen Seite können sich Konsumenten auf Jovoto registrieren und durch die unterschiedlichen Crowd Sourcing Projekte klicken. Bei Interesse kann man dann teilnehmen und seine Ideen einreichen. Diese werden in der Galerie auch gleich kommentiert. Eine gute Idee, um weitere Verbesserungsvorschläge gleich einzuarbeiten.

Für Unternehmen ergeben sich so einige Vorteile:

  • Schon im Vorfeld wird über die Marke, das Unternehmen und das Vorhaben gesprochen. Die Aufmerksamkeit ist dabei deutlich intensiver als durch einen TV-Spot o.ä.
  • Eine Vielzahl von Ideen zum Thema kommt relativ schnell zusammen, dabei ist die Spanne von Einfällen sehr groß – es gibt in der Phase der Ideeneinreichung kaum Denkverbote oder Ressourcen-Limitationen, die ggf. eine Agentur mit dem gleichen Auftrag haben könnte. Agenturen machen in der Regel nicht Dutzende von Vorschlägen, sondern evtl. drei bis max. fünf.
  • Durch das sofortige User-Feedback und die Bewertungsphase durch die Teilnehmer kann schnell ein Trend erkannt werden. Bereits in dieser Konzeptionsphase lassen sich also wenig aussichtsreiche Vorschläge identifizieren und aus dem Rennen nehmen.

Am Ende schaut natürlich eine Jury aus Unternehmensvertretern und Experten die Vorschläge durch und kann diese ggf. den internen Erfordernissen anpassen. So ist letztlich auch gewährleistet, dass es zu keinem Kontrollverlust kommt.

Crowdsourcing wie bei Jovoto ist aus meiner Sicht eine gute Methode, das Wissen und die Kreativität von Einzelpersonen gebündelt abzufragen und für die Weiterentwicklung der eigenen Ziele zu nutzen. Auch für die Teilnehmer hat Crowdsourcing seinen Reiz: So kann man seine eigene Kreativität vielen Personen zugänglich machen und die Produkt- und Prozessverbesserungen kommen einem als Konsumenten natürlich auch zugute. Am schönsten dürfte es aber wohl sein, wenn man am Ende sagen kann: “Sieh’ mal, das kommt von mir!”

Crowdfunding: Monkey Island Macher sammeln über 3,3 Mio. Dollar für neues Spiel ein

Die Kreativköpfe Tim Schafers und Ron Gilbert, vielen der Mittdreissiger bekannt von den Lucas Arts Adventures Monkey Island, haben über die Crowdfunding Plattform “Kickstarter” 3,3 Mio. US-Dollar eingesammelt. Ziel der Finanzierungsrunde ist ein neues Adventure-Spiel im Stile der alten Tradition.

Double Fine auf Kickstarter.com

Das Spiel wird Double Fine heißen und im Oktober 2012 erscheinen. Das Finanzierungsziel lag bei 400.000 $, wobei man als Crowdfunder zwischen verschiedenen Beträgen zwischen 15 und 10.000 $ wählen konnte. Wer 15$ investierte, erhält zukünftig in der Entwicklungsphase des Spiels Vorabversionen und am Ende einen kostenlosen Download des Spiels. Am anderen Ende der Range stehen dann eine ganze Menge weiterer Goodies wie z.B. ein persönliches Treffen mit Ron Gilbert und Tim Schafers.

Das Spiel Double Fine wird ganz in der Tradition der Klick-Adventure Monkey Island oder Day of the Tentacle ablaufen. Man wird also mit seinem Charakter durch eine Welt laufen, mit anderen Personen sprechen, Gegenstände einsammeln und mit diesen Aktionen durchführen, um zum Ziel zu gelangen.

Die Finanzierung von Double Fine zeigt, dass Crowdfunding mittlerweile ein – wenn auch noch kein großer, aber wichtiger Bestandteil des Finanzsystems darstellt. Typisch ist jedoch, dass diese Plattformen wieder mal nicht von den etablierten Anbietern kommen (in diesem Fall Banken), sondern von Dritten. Eine Erfahrung, die z.B. die Musikindustrie 2003 mit dem iTunes Store ebenfalls machen musste.

eBay übernimmt die Zahlungsabwicklung selbst

Laut einem Bericht von Golem wird eBay zukünftig die Zahlungsabwicklung selbst übernehmen. Das Geld wird dann nicht mehr vom Käufer direkt an den Verkäufer überwiesen, sondern vom Käufer an eBay. Der Zahlungsprozess sieht dann wie folgt aus:

  1. Käufer überweist den Kaufpreis an eBay.
  2. eBay informiert den Verkäufer
  3. Der Verkäufer versendet den Artikel.
  4. eBay überweist das Geld an den Verkäufer

Weicht der Artikel stark von der Beschreibung ab oder ist beschädigt, erstattet eBay den Kaufpreis inkl. Porto an den Empfänger. So soll der Käuferschutz weiter verbessert werden. Die Auszahlungsgeschwindigkeit richtet sich nach dem Status des Verkäufers (gewerblich / privat). Die neue Zahlungsabwicklung soll alle Zahlwege betreffen und ab Sommer eingeführt werden.

Ich persönlich habe als privater Verkäufer kein Interesse, dass eBay sich dazwischen schaltet. Ich erhalte mein Geld erst stark verspätet, habe die Ware aber bereits versendet. Währenddessen arbeitet eBay mit meinem Geld und mir ist auch noch nicht klar, ob eine Management Fee abgezogen wird. Ich halte das für wahrscheinlich, bei der eBay Tochter Paypal verhält es sich ja genauso. Letztlich werden wahrscheinlich noch mehr eBay-Nutzer zu eBay Kleinanzeigen oder zu Wettbewerbern gehen. Als Plattform für gewerbliche Verkäufer halte ich persönlich Amazon sowieso für die vertrauenswürdigere Website. Bleibt abzuwarten, wie andere (private) Verkäufer das neue System finden.

 

Twitter kann nun Tweets pro Land löschen bzw. ausblenden

Wie Twitter auf seinem Blog bekannt gibt, können nun Tweets selektiv für bestimmte Länder entfernt / ausgeblendet werden. Twitter begründet diesen Schritt mit der notwendigen Einhaltung lokaler Gesetze. Twitter wird erst tätig, wenn die Regierung des Landes aktiv Bedenken anmeldet. Betroffene User werden darüber auch informiert. Dies mag grundsätzlich in funktionierenden Demokratien sinnvoll sein. Die Zeit wird zeigen, wie sich dies z.B. in Staaten des Umbruchs darstellen wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass die herrschenden Regime hier tätig werden, um unliebsame Nachrichten zu unterbinden.