Fotografie und Social Media im Wochendurchlauf (KW 31)

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Fotoausrüstung auf Reisen – was mitnehmen?

Jedes Mal vor Reisebeginn stellt sich die wiederkehrende Frage für viele Fotografen: Was nehme ich von meiner Ausrüstung mit? Vor dieser Frage stand ich vor dem letzten Urlaub ebenfalls und um es vorwegzunehmen: Ich habe zu wenig Fotoausrüstung mitgenommen.

Es sollte nach Sylt gehen und bei der Planung dachte ich mir: “Gut, da reicht ein gutes Standardzoom (Tamron 28-75 f2,8) und das Reisezoom von Sigma (18-200 mm), dazu die passenden Polfilter, das Stativ, Speicherkarten und Akkus. Natürlich durfte auch das Garmin Edge 305 nicht fehlen, um die Fotos mit Geokoordinaten zu versehen. Das nimmt auch nicht soviel Platz im Auto ein. Die meisten Motive würde ich damit auch gut fotografieren können… Dachte ich…

Am Strand darf nie ein Makro-Objektiv fehlen

Schon am Strand vom Ellenbogen tat sich das erste Defizit an der Ausrüstung auf. Es fehlte das Makro-Objektiv. Zahlreiche Strandfundstücke wie z.B. Krebse, Muscheln usw. hatten sehr interessante Details vorzuweisen und ich stand nun da mit einem Standardzoom Objektiv. Die Motive habe ich natürlich trotzdem fotografiert, aber irgendwie ist dann doch ein schaler Beigeschmack geblieben (“hätte, hätte, hätte”) 😉

Krebsschere

Praktisch: Ein Telezoom-Objektiv

Es kam noch dicker: Auf einem Baum vor der Ferienwohnung hatte ein Eulenpaar ein Nest mit zwei Jungen. Ein klarer Fall für ein brennweitenstarkes Zoom-Objektiv. Nun hatte ich nur das Reisezoom bis 200 mm dabei. Zu Hause – und da lag es gut – hatte ich ein 300 mm Teleobjektiv. Das hat zwar keine großen optischen Qualitäten, aber ich wäre noch näher an die Jungen herangekommen und hätte nicht so viel Bildverschnitt gehabt.

Kauz-Junges auf Sylt

Kauz auf Sylt 2

Mit den passenden Taschen seine Fototouren organisieren

Aus diesen beiden Erfahrungen habe ich gelernt, dass ich – wenn der Platz im Reisegefährt (Auto) reicht – nichts mehr zu Hause lassen werde. Besser kann man zwei Taschen mitnehmen, um alles zu transportieren: Eine kleine, um mit leichter Ausrüstung auf die Session zu gehen oder aber einen Rucksack mit allen Objektiven und Zubehören. Ich verwende da z.B. den Lowepro Rover AW II der mir genügend Stauraum für alle Objektive, den Kamerabody und zahlreiches Zubehör bietet. Praktisch ist auch, dass man das Stativ mit auf den Rücken nimmt und so auch mal die Hände frei hat. Im oberen Bereich des Rucksacks können dann andere Dinge wie Regenjacke oder Proviant verstaut werden.

Für die touristisch angehauchten Besichtigungstouren verwende ich den Crumpler Pretty Boy 7500. Diese Tasche hat Platz für die Spiegelreflexkamera mit Objektiv und ggf. noch einem weiteren Wechselobjektiv sowie ein wenig Zubehör (Ersatzakkus, Speicherkarten) sowie einem Reiseführer, Notizbuch und was man sonst so noch alles als typischer Touri braucht.

Sowohl der Fotorucksack als auch die Fototasche haben sich bei mir absolut bewährt und sind qualitativ nicht zu beanstanden. Für den Fotorucksack von Lowepro gibt es auch eine mitgelieferte Regenhaube, die man bei stärkerem Regenschauern und Platzregen über den Rucksack ziehen kann. Auch auf längeren Wanderungen habe ich den Rucksack schon eingesetzt und bin damit äußerst zufrieden.

Eine Liste für die Reiseausrüstung

Folgende Dinge sollten meiner Meinung nach auf keinen Fall auf einer Reise in der Fotoausrüstung fehlen – vorausgesetzt, man kann sich vor Ort dann gezielt reduzieren:

  • Standardzoom-Objektiv (18-55 mm)
  • Makroobjektiv (z.B. Sigma 50 mm F2,8)
  • Teleobjektiv (z.B. Tamron 70-200 mm F2,8)
  • Wer hat: Teleobjektiv mit über 200 mm Brennweite
  • Stativ und Kugelkopf. Hier gilt Scott Kelbys Aussage: Es gibt zwei Arten von Stativen: Die, die man gut herumtragen kann und die guten.
  • Akkus und Speicherkarten natürlich
  • Diverse Filter, u.a. Polfilter, um auch bei hellem Tageslicht noch ansprechende und nicht zu flaue Fotos zu machen
  • Fotorucksack (z.B. der Lowepro Rover AW II)
  • Kleinere Fototasche (z.B. von Crumpler)
  • Laptop zum Speichern und Bearbeiten der Fotos
  • GPS-Tagger, sofern die Kamera keinen integrierten hat

Weitere Links zum Thema Fotoausrüstung und Reisefotografie

Wer auf Städtetouren geht, wird natürlich nicht die ganze Ausrüstung mitschleppen wollen – das ist dann doch hinderlich, wenn man sich mal in ein Café setzen möchte. Hier empfehle ich eine abgespeckte Ausrüstung.

http://nature-garden-travel.blogspot.com/2010/01/ausrustungs-tipp-fur-die.html

http://www.zehn.de/die-10-besten-reisefoto-tipps-2027642-0

Umfrage: Was nehmt Ihr mit beim Fotografieren im Urlaub (lens-flare.de)

http://neunzehn72.de/tipps-fur-erfolgreiche-fototouren-was-ich-gelernt-habe/

Mein schönstes Reisefoto

Der fotobuch-blog.de veranstaltet ein Gewinnspiel mit einem Apple iPad als Hauptpreis. Wer sein schönstes Foto zeigt und auf die entsprechende Themenseite von Cewe verlinkt, hat die Chance auf den Hauptpreis. Da will ich doch gleich mal mitmachen. Hier ist also eines meiner interessantesten Fotos, welches sich auch tatsächlich in einem Reise Fotobuch befindet.

Garküche in Hong Kong Kowloon

Makroaufnahmen von Insekten – Tipps

Hummel auf Lavendel - gut zu sehen: Die Facettenaugen
Hummel auf Lavendel - gut zu sehen: Die Facettenaugen
Hummel auf Lavendel – gut zu sehen: Die Facettenaugen

In unserem Garten tummeln sich natürlich gerade jetzt sehr viele unterschiedliche Insekten – darunter auch Hummeln und Grashüpfer. Bei der Makroaufnahme dieser Insekten habe ich einige Erfahrungen machen müssen bis ich einigermaßen brauchbare Fotos hinbekommen habe.

  1. Zunächst einmal habe ich den Autofocus an der Kamera auf Spot und nicht auf automatisch gestellt. Bei einer automatischen Aufotokus-Wahl der Kamera hat das Makroobjektiv (Sigma 50 mm) zu häufig auf unwesentliche Bildbestandteile (z.B. den Lavendel) fokussiert und nicht auf das Insekt. Es ist wie bei der Model-Fotografie: Man fotografiert das Modl und nicht das Bett 😉
  2. Zum zweiten habe ich dann eine kleinere Blende von mind. f8 bis f11 oder noch höher gewählt, um die Tiefenschärfe etwas zu reduzieren. Ansonsten bekommt man Bildteile des Insekts im Hintergrund nur sehr unscharf auf’s Foto.
  3. Dadurch wurde jedoch die Belichtungszeit erhöht, was wiederum zu Bewegungsunschärfe geführt hat. Da ich keinen Makro-Ringblitz besitze, habe ich den ISO-Wert auf automatisch gesetzt – was bei meiner Kamera eine Spannweite von ISO 200 bis 800 bedeutet. Die körnigeren Bilder mit einem höheren ISO-Wert sind dann der Preis für ein insgesamt schärferes Makrofoto.
  4. Um ein schnelles Fokussieren zu ermöglichen und den Autofokus nicht erst “auf Reisen zu schicken”, habe ich den Fokussiermodus am Makroobjektiv auf “Limit” gestellt. So wird nur in einem bestimmten Nahbereich fokussiert.
  5. Bei Tieraufnahmen generell ein guter Tipp: Immer auf die Augen fokussieren, so bekommt man auch ansprechende Makroaufnahmen hin.

Hier dann das Ergebnis einer Gartensession am frühen Abend:

Hummel auf Lavendel
Hummel auf Lavendel
Hummel auf Lavendel - gut zu sehen: Die Facettenaugen
Hummel auf Lavendel – gut zu sehen: Die Facettenaugen
Kleiner Grasshüpfer auf einem Rosenblatt
Kleiner Grasshüpfer auf einem Rosenblatt

Buchempfehlungen:

Immer eine Kamera dabei…

So gerne ich mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) fotografiere und diese mitschleppe – auf kleineren Ausflügen ist das nicht immer so praktisch. Die Alternative ist dann aber nicht, keine Digitalkamera mitzunehmen, sondern “die Kleine” in die Tasche zu stecken. In meinem Fall eine wasserdichte Pentax Optio W. Die ist klein, handlich und macht ganz ordentliche Fotos, die man dann auch durchaus entwickeln kann (Stichwort Qualität).

Auf einer meiner letzten Fahrradtouren hatte ich die Pentax Optio WP ebenfalls dabei und auf der Vorbeifahrt an einem Weizenfeld konnte ich dann zwei Fotos machen, die mir ansonsten entgangen wären.

Weizenähre

Weizenfeld im Juli