Social Media News: Aprilscherze, Definition von Erfolg in Social Media und verändertes Informationsverhalten

Wer am 1. April auf Twitter unterwegs war, wird mit Sicherheit eine Vielzahl von Aprilscherzen erlebt haben. Hier die besten im Überblick:

Google führt GoogleMail Motion ein. Endlich braucht man keine Tastatur und Maus mehr, um E-Mails zu lesen und zu beantworten. Diesen Text habe ich übrigens mit der gleichen Technologie geschrieben.

Die Privatsphäre von Haustieren wird lt. EuGH von sofort an besser geschützt – dies berichtet die Rheinzeitung.  YouTube hat bereits begonnen, Videos von Katzen zu löschen und Facebook wird demnächst auch Profilseiten für Haustiere und deren Freunde anbieten. Das wurde auch mal Zeit. Übrigens: Auf diesem Blog gilt: „No Cats on the blog!“ 🙂

Wer im Bereich Social Media unterwegs ist, wird sich demnächst zertifizieren lassen müssen, um weiterhin Facebook oder Twitter bedienen zu dürfen. Hier hat der Bundestag einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet. Somit ist die Berufsbezeichnung „Social Media Fachkraft“ nun gesetzt. Weitere Aprilscherze gibt es in einer guten Infografik hier.

Etwas ernsthafter und sehr aufschlußreich geht es im Experteninterview von Mashable.com zu. Hier werden die Experten Sarah Hofstetter, David Rosenberg und Dexter Bustarde befragt, wie sie den Erfolg von Social Media Maßnahmen messen. Alle drei sind sich darin einig, dass die alleinige Anzahl Fans auf einer Facebook Fanpage kein Erfolgskriterium für Social Media ist. Vielmehr müssen Ziele definiert werden, die mit der Reichweite verbunden sind. Das kann die Intensität von Dialogen aber auch die Mitwirkung an Produktentwicklungen sein. Erst Inhalte in Kombination mit Reichweite sind ein Indikator dafür, wie erfolgreich eine Social Media Maßnahme ist. Ebenfalls werden Fragen zu Brand-Strategien und Social Media Monitoring beleuchtet. Ein sehr interessantes Statement: Social Media Monitoring und -reichweite ist weniger mit GRPs vergleichbar sondern die KPIs hängen von der Zielsetzung in Social Media ab. Manchmal ist weniger eben mehr, dafür mehr Qualität.

Mitch Arnowitz von Tuvel Communications veröffentlicht auf dem Blog socialmediatoday 10 Tipps für erfolgreiche Wettbewerbe in Social Media. Grundsätzlich sind Wettbewerbe und Gewinnspiele immer ein guter Aufhänger um Aufmerksamkeit zu erzielen. Im Social Media sollten jedoch – und das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen – einige Aspekte berücksichtigt werden. Dazu zählt z.B. „Involviere Deine Fans“: Frage nach, lasse sie Feedback geben. Eine Form von Gewinnspiel kann also sein: Sagt mir, warum ihr das unbedingt gewinnen wollt. „Keep it simple“: Neue Technologien verleiten häufig dazu, komplexe Teilnahmebedingungen oder Spielregeln zu erfinden. Lasst es bleiben – macht es so einfach wie möglich. Das erhöht die Bereitschaft zur Teilnahme. Dazu zählt auch das Gebot der Datensparsamkeit: Nur soviele Daten abfragen, wie zur Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind.

In meinem letzten Blogbeitrag beschäftigte ich mich mit dem veränderten Informationsverhalten bei großen Nachrichtenlagen wie z.B. dem Tsunami in Japan. Spiegel Online hat dazu einen interessanten Artikel unter dem Titel „Die Online-Katastrophe“  veröffentlicht: Im großen und ganzen konnten die Print-Auflagen auch durch Großereignisse wie Naturkatastrophen, Reaktorkrise in Fukushima oder Bürgerkrieg in Lybien nicht gesteigert werden. Profitiert haben im Wesentlichen die TV-Sender ARD und ZDF mit ihren Sondersendungen und die Online-Ableger der Nachrichtenportale. Dies umso mehr, wenn sich die Ereignisse wie in Japan überschlagen. Die Zeitungen sind auf Grund ihrer zeitlichen Verzögerung und der Redaktionsschlußzeiten am Ende hoffnungslos veraltet und während darüber berichtet wird, dass ein Erdbeben Japan heimgesucht hat, berichten die Online-Medien bereits über Kernschmelzen in Fukushima.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.